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Luzon

Baguio

Baguio liegt auf rund 1.500 Metern Höhe in den Bergen von Benguet. Die Stadt ist ein dicht bebautes Bildungs- und Handelszentrum, dessen kühleres Klima seit der amerikanischen Kolonialzeit Besucher aus dem Tiefland anzieht.

Reisterrassen bei Banaue
Bildmotiv: Reisterrassen bei Banaue · CEphoto, Uwe Aranas · CC BY-SA 3.0 / Bildnachweis

Von Kafagway zur Bergstadt

Vor der kolonialen Stadtplanung lag hier eine Ibaloi-Siedlung. Die amerikanische Verwaltung entwickelte Baguio Anfang des 20. Jahrhunderts als Höhenstation. Parks, Verwaltungsbauten und Straßenachsen erinnern an diese Phase. Die häufig erzählte Geschichte als Sommerhauptstadt sollte deshalb durch die ältere indigene Nutzung des Landes ergänzt werden. Der heutige Ort ist weit über das frühere Planungsgebiet hinausgewachsen und besitzt einen ausgeprägten Universitätsalltag.

Markt und Versorgung des Hochlands

Der öffentliche Markt zeigt Baguio als Schnittstelle zwischen Landwirtschaft und Stadt. Gemüse aus Benguet, Kaffee, Früchte und handwerkliche Produkte werden hier gehandelt. Erdbeeren sind besonders mit dem benachbarten La Trinidad verbunden, das nicht einfach ein Stadtviertel von Baguio ist. Wer Herkunft und Saison der Produkte beachtet, erkennt die wirtschaftlichen Beziehungen zur Umgebung. Kleine Lebensmittelstände vermitteln einen anderen Eindruck als die stark besuchten Aussichtspunkte.

Kunst und Kiefern

Burnham Park liegt zentral, während bewaldete Flächen und Höhenrücken die Bebauung unterbrechen. Die Kunstszene der Stadt verbindet zeitgenössische Arbeiten mit regionalen Themen. Das BenCab Museum liegt außerhalb des Zentrums in Tuba und sollte als eigener Ausflug eingeplant werden. Kiefern gehören zum vertrauten Landschaftsbild, doch der zunehmende Siedlungsdruck ist ebenfalls sichtbar. Baguio ist keine abgeschiedene Bergidylle, sondern eine lebendige Stadt mit begrenztem Raum.

Ausgangspunkt für die Cordillera

Von Baguio führen Straßen weiter nach Norden in Richtung Sagada und Bontoc. Diese Fahrten sind landschaftlich eindrucksvoll, aber zeitaufwendig. Ein Stadttag vor der Weiterreise erlaubt, Klima, Höhenlage und kulturellen Kontext kennenzulernen. Wochenenden und Ferien können besonders verkehrsreich sein. Wer Baguio mit Terrassenwanderungen verbinden möchte, sollte den Aufenthalt nicht mit dem eigentlichen Reisegebiet um Banaue verwechseln: Dorthin liegt noch eine längere Etappe vor ihm.

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