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Luzon

Luzon

Luzon verbindet die politische Mitte der Philippinen mit Hochlandkulturen, Reisanbaugebieten und aktiven Vulkanlandschaften. Die größte Insel des Landes lässt sich nicht auf Manila und einen Ausflug zu den Reisterrassen reduzieren.

Reisterrassen bei Banaue
Bildmotiv: Reisterrassen bei Banaue · CEphoto, Uwe Aranas · CC BY-SA 3.0 / Bildnachweis

Zwischen zwei Gebirgszügen

Im Norden liegen die Cordillera Central und die Sierra Madre. Dazwischen öffnet sich das Cagayan-Tal; weiter südlich erstreckt sich die landwirtschaftlich geprägte Zentralebene. Diese Anordnung erklärt, warum Luftlinien auf Luzon wenig über tatsächliche Reisezeiten sagen. Eine Fahrt von der Westküste in die Cordillera überwindet kurvige Pässe, während die Wege um Manila durch die dichte Besiedlung geprägt sind. An der Pazifikseite stehen bewaldete Hänge und Flussmündungen einer stärker erschlossenen Westküste gegenüber.

Unterschiedliche Kulturregionen

Ilocano geprägte Küstenstädte wie Vigan unterscheiden sich von den Ifugao-Gemeinden um Banaue. Die Reisterrassen sind bewirtschaftete Landschaften, deren Wasserverteilung, Waldflächen und Arbeitsgemeinschaften zusammengehören. Manila wiederum entstand an einer bereits vor der spanischen Eroberung bedeutenden Handelsmündung. Im Südosten führt die Bicol-Halbinsel in eine Region mit eigenen Sprachen, Kokosgerichten und einer besonders sichtbaren Vulkangeographie.

Zwei Reisen innerhalb einer Insel

Eine Nordroute kann Manila, Baguio, Sagada und Banaue verbinden, sollte aber mehrere Fahrtage berücksichtigen. Vigan liegt auf der anderen Seite des Gebirges und verlängert diese Runde deutlich. Bicol mit Legazpi, Mayon und Donsol bildet einen eigenständigen Schwerpunkt. Wer beide Landesteile verbinden möchte, gewinnt durch einen zusätzlichen Flug meist mehr als durch eine eng getaktete Straßenreise. Der Taal-See südlich von Manila ist ein weiterer Landschaftsraum und kein Zwischenstopp auf dem Weg in die Cordillera.

Landschaft und Alltag

Märkte zeigen Luzons Unterschiede unmittelbarer als eine reine Liste von Aussichtspunkten: Hochlandgemüse in Baguio, Webwaren in Ilocos und Fisch sowie Kokosprodukte in Bicol. Regionale Begegnungen brauchen Zeit vor Ort. Ein halber Tag in einem Stadtviertel oder eine geführte Wanderung durch ein Terrassendorf vermittelt mehr als mehrere kurze Fotostopps entlang einer langen Tagesetappe.

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