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Luzon

Cordillera

Die Cordillera im Norden Luzons ist ein Gebirgsraum mit unterschiedlichen Sprachen, Gemeinschaften und Anbautraditionen. Reisterrassen sind ein wichtiger Teil davon, aber keineswegs die einzige Landschaftsform.

Reisterrassen bei Banaue
Bildmotiv: Reisterrassen bei Banaue · CEphoto, Uwe Aranas · CC BY-SA 3.0 / Bildnachweis

Höhenstufen und Landwirtschaft

Baguio liegt deutlich höher als die Küstenebenen und ist ein Zugang zur Region. In Benguet prägen vielerorts Gemüsefelder und Kiefern die Hänge. Weiter nördlich und östlich wechseln Wälder, Flusstäler und bewässerte Terrassen. Wasser wird über kleine Kanäle durch die Kulturlandschaft geführt. Die Pflege der Mauern und Zuläufe ist arbeitsintensiv und verbindet einzelne Felder mit dem gesamten Einzugsgebiet.

Keine einheitliche Hochlandkultur

Ifugao, Ibaloi, Kankanaey, Bontok und weitere Gemeinschaften besitzen eigene Traditionen. Der häufig verwendete Sammelbegriff Igorot verdeckt diese Unterschiede leicht. Webmuster, Hausformen, Sprachen und Rituale sollten daher ihrem jeweiligen Ort zugeordnet werden. In Bontoc erschließt ein Museum historische Alltagsgegenstände; um Banaue stehen die Ifugao-Terrassen im Vordergrund. Sagada gehört zu einem anderen kulturellen Zusammenhang und ist nicht einfach ein zweites Banaue.

Welterbe als lebendige Landschaft

Die UNESCO-Stätte der philippinischen Reisterrassen besteht aus ausgewählten Terrassenkomplexen in Ifugao. Batad und Bangaan sind zwei davon. Ihre Bedeutung liegt im Zusammenspiel von Landwirtschaft, Wissen, Gemeinschaft und Landschaft. Die oft pauschal genannte Altersangabe von zweitausend Jahren sollte nicht auf jede sichtbare Mauer übertragen werden. Forschungen unterscheiden zwischen älteren Formen der Landnutzung und der Entwicklung einzelner bewässerter Terrassensysteme.

Unterwegs im Gebirge

Straßen folgen Hängen und Pässen; Entfernungen brauchen entsprechend Zeit. Baguio, Sagada, Bontoc und Banaue lassen sich verbinden, bilden aber keine kurze Stadtrunde. Für Wanderungen sind örtliche Guides hilfreich, weil Feldpfade auch private Arbeitswege sein können. Regen verändert Trittsicherheit und Sicht. Ein Reiseplan mit mehreren Nächten an ausgewählten Orten erlaubt, die Landschaft zu Fuß zu erleben und nicht überwiegend durch ein Fahrzeugfenster.

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